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Der zweite von insgesamt vier Grand Prix Turnieren, welche zur Qualifikation zur DM 2009 dienen, fand am letzten Wochenende statt. 55 Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter unzählige Titelträger, trafen sich in Rüsselsheim, um herauszufinden, was ihr Training in den letzten Wochen gebracht hat. Turnierdirektor Michael Heeger hatte mit seinen Vereinskollegen vom SC Breakers im Vorfeld des Turniers das Spielmaterial für die Elite des deutschen Snookersports in einen hervorragenden Zustand versetzt. Zudem sorgte der Einsatz von Schiedsrichtern, selbst bei allen Partien der Gruppenphase, für ein professionelles Ambiente. „Das ist Referenz in Material und Ausstattung in Deutschland“ lobte auch Miro Popovic, Mitbegründer der ersten Snookerschule Deutschlands, die Turnierorganisation.
Die sportlichen Leistungen an diesen beiden Tagen waren aber nicht weniger hochklassig. Bereits in den Gruppenbegegnungen kam es zu sehr umkämpften Begegnungen, aber richtig interessant wurde es mit der Auslosung der Partien für die Runde der letzten 32. So kam es bereits in dieser frühen Runde zur Finalbegegnung des letzten Grand Prix, Lasse Münstermann gegen Patrick Einsle. Auch der Ausgang der Partie war derselbe. Einsle ging zwar schnell mit 2 Frames in Führung, musste sich aber dem zwingenden Spiel von Münstermann geschlagen geben und verlor drei Frames in Folge und war somit raus aus dem Turnier.
Das Achtelfinale hatte dann aber einen ganz besonderen Zuschauermagneten. Der 18-jährige Roman Dietzel aus Essen traf auf den absoluten Favoriten dieses Turniers, Mohamed Shehab aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Shehab hatte 2007 das Halbfinale der Amateur-Weltmeisterschaft in Thailand erreicht und wird schon seit mehreren Jahren, erst von Doug Mountjoy und heutzutage von Nic Barrow trainiert. Auch hatte er in der Saison 2007/08, wie Patrick Einsle, an der Maintour teilgenommen. Viele Zuschauer und bereits ausgeschiedene Spieler hatten es sich auf der Tribüne gemütlich gemacht, um dem Snookerprofi bei der Kunst mit dem Ball umzugehen, zuzuschauen. Diese Erwartungen konnten aber nicht erfüllt werden, denn Shehab war eigentlich gar nicht am Tisch. Dietzel spielte das Match seines Lebens. Als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan als Snookerprofis zu besiegen, verzog er keine Miene und machte vor allem keine Fehler auf dem grünen Tuch. In der Arena herrschte eine unglaubliche Stille, als Dietzel Ball um Ball sicher in die Taschen beförderte. Eine Sensation bahnte sich an.
Und tatsächlich, nach vier gespielten Frames hieß es 3:1 für Roman Dietzel, der mit Beckerfaust die Partie beendete. „Noch nie habe ich einen Spieler aus der Topriege Deutschlands bei einem so wichtigen Turnier schlagen können und nun ausgerechnet...
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